Jugendliche haben häufig noch unklare Vorstellung vom späteren Berufsleben.
Im Rahmen von Förderprogrammen zur vertieften Berufsorientierung soll ihnen der Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung erleichtert werden.
Mit unserer Kompetenz als anerkannte überbetriebliche Ausbildungswerkstätte helfen wir Jugendlichen diese erste Schwelle zu überwinden.
Dazu gehört eine frühzeitige und praxisbezogene Berufserprobung.
Das Ziel ist es, ein realistisches Bild der Tätigkeiten und Anforderungen von mindestens drei Berufsfeldern sowie der eigenen beruflichen Neigungen und Fähigkeiten zu entwickeln.
Die Berufsorientierungsmaßnahme findet im Rahmen der Förderprogramme „Azubi in Spe“ des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, sowie „Aufstieg durch Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Kooperation mit Schulen des Ostalbkreises statt.
Die Berufsorientierungsmaßnahme ist gedacht für Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 und 9, die sich für handwerklich-technische Berufe oder andere duale Ausbildungen interessieren und die einen besonderen Förderbedarf hinsichtlich ihrer Berufsorientierung haben.
1. Kompetenzfeststellung mit hamet 2, CFT 20 und AIST
In einer Testwerkstatt lernen die Schüler und Schülerinnen zwei Tage ihre beruflichen Basiskompetenzen in den Bereichen Routine und Tempo, Werkzeugeinsatz und -steuerung, Wahrnehmung und Symmetrie, Instruktionsverständnis, Messgenauigkeit, soziale Kompetenz und Vernetzte Denkfähigkeit kennen.
Mit dem Testverfahren hamet 2 werden Hinweise auf Fördermöglichkeiten gegeben.
Der sprachungebundene Logiktest CFT 20 und der Interessenstest AIST vervollständigen das Bild der individuellen Neigungen und Fähigkeiten.
2. Praktika in den Ausbildungswerkstätten
Anschließend können die Schüler und Schülerinnen in drei Kurzpraktika (Dauer 2 Tage) in einer Ausbildungs- werkstatt ihre Berufsorientierung vertiefen und sich am Ende der Maßnahme besser für einen Ausbildungsberuf entscheiden.
3. Pädagogische Begleitung und berufliche Information
Die Schüler und Schülerinnen werden über die gesamte Maßnahme hinweg von berufsdiagnostisch und pädagogisch geschulten und erfahrenen Ausbildern begleitet und am Ende in Einzelgesprächen über ihre Leistungen sowie die Beobachtungen und die Bewertungen informiert.
Im Gespräch mit den Erziehungsberechtigten werden Möglichkeiten der weiteren Orientierung und Vorgehensweisen hin zur Berufsfindung besprochen.
Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Berufsfeldern stehen zur Verfügung.
In der verbleibenden Zeit bis zum Schulabschluss kann die getroffene Berufswahl gefestigt und für weitere Förderung und Qualifizierungen zielgerichtet genutzt werden, z.B. im Technikunterricht und durch weitere Praktika in Betrieben.
Alle Schülerinnen und Schüler erhalten zum Abschluss ein eigenes Kompetenzprofil (hamet 2), schriftliche Beurteilungen ihrer Kurzpraktika und ein Teilnahmezertifikat, das für die weitere Praktikumssuche und Bewerbungen genutzt werden kann
Das Berufsausbildungswerk Aalen bietet im Zeitraum zwischen Januar 2012 und Dezember 2012 fortlaufend Berufsorientierungsseminare an.
Die Anmeldung erfolgt durch die Lehrer und Lehrerinnen direkt beim BAW Aalen.
Die Planung der Berufsorientierungspraktika erfolgt in Absprache zwischen Schulen und dem Berufsausbildungswerk. Die Durchführung kann blockweise entweder in 1 x 2 Wochen oder in 2 x 1 Woche erfolgen. Sonderlösungen sind möglich.
Die Maßnahme Azubi in spe ist komplett finanziert. Die Kosten für Verpflegung, Anfahrt und Kleidung sind vom jeweiligen Teilnehmer selbst zu tragen.
Frank Sauermann
Fon 07361 9263-15
Mail: frank.sauermann(at)baw-ostalb.de
Sandra Prölß
Fon 07361 9263-45
Mail: sandra.proelss(at)baw-ostalb.de
